Rahmenlehrplan Technik

Ausbildung von Reaktoroperateuren

Die Mitgliedunternehmen von swissnuclear betreiben die Schweizer Kernkraftwerke Beznau, Gösgen, Leibstadt und Mühleberg. Für deren sicheren und wirtschaftlichen Betrieb ist qualifiziertes Fachpersonal nötig. Deshalb legen swissnuclear und die Kernkraftwerkbetreiber grossen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung der Reaktoroperateure. Die Ausbildung der Reaktoroperateure auf Stufe der Höheren Fachschule bietet den gewünschten Mix zwischen theoretischer und praktischer Fachkompetenz.

Die über viele Jahre einzige Ausbildungsstätte für Reaktoroperateure in der Schweiz war die Reaktorschule des PSI. Sie hatte seit 1989 die Anerkennung als Technikerschule. Seit dem 1. April 2005 gelten Schweizer Technikerschulen als höhere Fachschulen. Die frühere Bezeichnung des Abschlusses „Dipl. Techniker TS“ änderte sich damit auf „Dipl. Techniker/in HF“.

Neue Fachrichtung Grossanlagenbetrieb im Rahmenlehrplan Technik 

Im Jahr 2010 trat mit Zustimmung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) der neue Rahmenlehrplan Technik in Kraft (Rahmenlehrplan Technik in DE). Swissnuclear unterstützt die Reaktorschule in ihrem Vorhaben, die altrechtliche Akkreditierung aus dem Jahr 1989 in die neurechtliche zu überführen.

Für diese Überführung bedurfte es einer Erweiterung des Rahmenlehrplans Technik um die Fachrichtung „Grossanlagenbetrieb“, welche die für Kraftwerke spezifischen Prozesse beschreibt. Diese neue Fachrichtung „Grossanlagenbetrieb“ im Rahmenlehrplan Technik wurde bereits am 1. Februar 2014 in den Anhang 1 der Verordnung des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF) aufgenommen.

Als weiteren Schritt formulierte swissnuclear die Inhalte zum Rahmenlehrplan der Fachrichtung „Grossanlagenbetrieb“ für die Vernehmlassung aus.

Hier  finden Sie die entsprechenden Unterlagen in Französisch und Italienisch.

Ici vour trouvez tout les documents correspondents en français et en italien.

Vernehmlassungsverfahren

Die Prozesse der Fachrichtung Grossanlagenbetrieb beschreiben die Kompetenzen für den Betrieb von grossen und komplexen Produktionsanlagen mit Risikopotential. Auf die Ausformulierung von nuklearspezifischen Prozessen wird verzichtet. Somit können neben den Kernkraftwerken auch weitere Industriezweige wie beispielsweise die Chemie, Petrochemie oder auch Pharmazie eigene Bildungsgänge in der Fachrichtung Grossanlagenbetrieb anbieten.

Swissnuclear reichte die vorgeschlagenen Prozesse (11-16) für die Fachrichtung Grossanlagenbetrieb im Rahmenlehrplan Technik der Höheren Fachschulen beim SBFI ein. Das SBFI prüfte die Dokumente und genehmigte sie für die Vernehmlassung. Im Anschluss führte swissnuclear gemäss Instruktion des SBFI die öffentliche Vernehmlassung der neuen Fachrichtung Grossanlagenbetrieb durch. Das Vernehmlassungsverfahren lief vom 17. September bis 16. Dezember 2014.

Der Rahmenlehrplan Technik mit der Fachrichtung Grossanlagenbetrieb wurde am 19. März 2015 vom SBFI genehmigt. Wer sich für den neuen Lehrgang interessiert, muss sich über eines der Kernkraftwerke bei der Reaktorschule anmelden. Der Lehrgang, der im Januar 2015 gestartet hat, dient noch als Referenzlehrgang. Wer ihn erfolgreich abschliesst, kann sich nach erfolgreicher Akkreditierung in drei Jahren «Dipl. Techniker/in HF, Fachrichtung Grossanlagenbetrieb» nennen.

 

Dokumente zum Verfahren

Vernehmlassungsunterlagen:

Begleitschreiben mit weiterführenden Informationen:

Ergebnisbericht der Vernehmlassung:

Rahmenlehrplan Technik: